StartseiteAktuellesInstagram Trends 2022 – Update

Instagram Trends 2022 - Teil 2

Bereits Anfang diesen Jahres gab es von uns einen Blogbeitrag, der sich mit den kommenden IG-Trends für das Jahr 2022 beschäftigt hat. Da nun bereits die ersten Schoko-Weihnachtsmänner im Regal stehen (wie schnell das Jahr vergeht…), wird es Zeit, den Beitrag mal einem Fresh-Up zu unterziehen!

Instagram Reels – Update

Ein Format, welches nicht mehr wegzudenken ist – Instagram Reels. Das ist natürlich nichts Neues, da Reels schon seit knapp 2 Jahren ein Teil der Plattform sind. 

Mitte 2022 hat sich aber etwas geändert. Reels, die vorher mit hohen organischen Reichweiten punkten konnten, hatten auf einmal nur noch 5-10% der vorherigen Views. Was war passiert? Reels konnten auf einmal beworben werden! Instagram bzw. Meta hatte mutmaßlich den Algorithmus verändert. Dadurch sind die organischen Reichweiten der Reels deutlich eingebrochen.

Dennoch sind Reels bzw. Bewegtbild oder Video allgemein nicht mehr von Instagram wegzudenken. 

Instagram Reels für sich nutzen!

Für Reels sind drei Aspekte von großer Bedeutung:

  • Sound
  • Schnitt
  • Authentizität

Ein Reel muss keine hollywoodreife Produktion in 8k sein. Ganz im Gegenteil! Dieser Hochglanz-Content wird sofort als Werbung wahrgenommen und somit als uninteressant abgestempelt. Nach wie vor gilt für Reels das gleiche wie bei TikToks: Authentizität und eine kanal-native Ansprache sind das A und O. Oder, wenn man so will, das Tik und das Tok!

Ein Reel muss einen passenden Sound nutzen, da kann die Instagram-App schon sehr gute Unterstützung leisten. Wenn man ein Reel auf einer Unternehmensseite erstellt, schlägt Instagram direkt Musik vor. Viele der Vorschläge sind gut und passen zum Takt des Videos. Probieren Sie 2-3 Sounds aus und nutzen dann Ihren Favoriten! 

Der Instagram-Shop und die Verlinkungen

Instagram wird nach wie vor häufig für Verkäufe genutzt. Man sieht es immer wieder, Produkte werden in tollen Motiven schön dargestellt, die Caption ist klasse und auf einmal entdeckt man eine Artikelnummer. Seien wir ehrlich, wer kopiert diese raus und sucht dann den Shop, um dort die Nummer einzutragen und dann den Kauf zu tätigen? Niemand. Vier Hürden vor dem Abverkauf sind mindestens vier Hürden zu viel…

Dank der Funktion, Produkte direkt auf Motiven zu vertaggen, ist es auf Instagram leichter denn je, den Abverkauf zu steigern. Die Erstellung des Shops ist kein Hexenwerk. Sollten beispielsweise neue Produkte dazu kommen, kann man diese im Nachhinein ebenfalls einstellen.

Der Betrachter sieht somit das Bild und entscheidet sich dann dafür, das Produkt zu kaufen. Durch einen simplen Klick auf die Verlinkung (zum Shop) ist der potenzielle Kunde direkt auf der Shopseite und kann den Kauf vollenden. In diesem Fall gibt es daher keine Hürden für den potenziellen Kunden!

Influencer Marketing – ein Auslaufmodell?

Influencer Marketing – Social Media Mantra vieler Marken, wenn es um glaubwürdige und authentische Instagram- und YouTube Beiträge mit hohen organische Reichweiten geht. Wir hatten ja auch schon früher sehr angetan berichtet. Die Entwicklung schreitet weiter fort und mittlerweile hat sogar der Bäcker um die Ecke seinen eigenen Influencer, der ihm belegte Brötchen und Latte Macchiato verkaufen hilft. 

Das stark gewachsene und längst unübersichtlich gewordene Angebot hat sich längst in followerärmere „Micro“ und „Nano“-Influencer diversifiziert. Für jede Marke und jedes Unternehmen stehen passende Influencer bereit. Soweit, so gut. Aber es macht sich auch Frust breit: Die hohen Reichweiten bleiben auf den Influencerseiten. Klar, man kann die Beiträge teilen. Aber dann besteht das Risiko unterschiedlicher Looks im Feed. Und es sind und bleiben eben auch keine eigenen Beiträge, sondern gekaufte – die man womöglich nach Ablauf der Nutzungsrechte (meist ein Jahr) auch wieder löschen muss. Und zu guter Letzt bleiben auch die Kosten, die in den letzten beiden Jahren bedingt durch hohe Nachfrage auch stark gestiegen sind. Mancher Kritiker geht sogar davon aus, dass viele Influencer für ihre Follower so dominant sind, dass diese von den beworbenen Marken auf der Influencer-Seite gar nicht so viel mitbekommen. Zumindest nicht so viel, wie wenn sie Content auf der Unternehmensseite der Marke entdecken würden. Da ist der Absender ja klar.

Aber, wenn überhaupt, gibt es Alternativen oder Ergänzungen zu Influencer-Marketing?

Shootings als wirtschaftlichere Alternative?

Foto-Shootings: aufwändig und teuer? Stellt man den Nutzen dagegen – eigene Fotos in ausreichender Anzahl für viele Postings auf Instagram, Facebook, anderen Kanälen und der eigenen Website – sieht die Sache schon ganz anders aus! Das Angebot an Nachwuchs-Models auf Instagram in allen Kategorien (Alter, Hautfarbe, Gender, Figur etc.) ist groß und Shootings lassen sich schnell und ohne Riesen-Crew organisieren (vorausgesetzt, man muss nicht wegen eines Bademoden-Shoots im Januar nach Südafrika). Beim Shoot können Videos, Stories UND Fotos erstellt werden. Weiterer Vorteil: Eigene Fotos, homogener Feed bzw. Reels. Und nicht selten spart man dabei gegenüber einer teuren Influencer-Kooperation noch Einiges an Geld. Mit dem man ggf. fehlende Reichweiten zukaufen könnte. Unser Tipp: Einfach mal durchkalkulieren (oder -lassen, z.B. von uns).

Wie redet man 2022 mit seiner Community?

Als Social Media Agentur sind wir natürlich viel auf Instagram unterwegs. Etwas, was man immer wieder sieht, sind tolle Postings mit einer gefühlten DIN A4 Seite Text als Caption. Dieser Text kann noch so schön geschrieben sein, soviel liest sich kaum jemand durch.

So wie in der Gesellschaft rückt auch auf Instagram der Aspekt “Mensch sein“ mehr in den Vordergrund. Die Community möchte keine langen Texte lesen, kein “Liebe Grüße vom gesamten Team” und kein “Danke für deine Nachricht!”. Es geht heutzutage um einen Austausch auf Augenhöhe, der nach wie vor freundlich ist, aber gleichzeitig auch ein bisschen menschlicher. Treten Sie mit Ihrer Community so in den Austausch, wie Sie beispielsweise auch mit Freunden sprechen / schreiben! Nur Mut zum Mensch sein!

Poste, was wirklich für deine Community relevant ist…

Ein absoluter Klassiker für Markenrelevanz ist das “Cordon Bleu”-Gate von einem sehr bekannten Elektrofachmarkt. “Content ist King!” stimmt! Aber nur, wenn der Content auch relevant ist, ist er „King“. Kochrezepte vom Elektrohändler oder Stylingtipps vom Fischbrater sind nett gemeint, haben aber nur geringe Markenpassung und -glaubwürdigkeit.

Geringe Relevanz ist auch das häufigste Ursache für bescheidene organische Reichweiten. In manchen traurigen Fällen bis unter 0,2%. Was erwarte ich als Follower z.B. eines Elektrofachmarkts? Richtig: Informationen rund um den Shop, Produkte, Angebote, Services. Am besten mit Mehrwert. Infos, die ich sonst nirgends so kompakt und smart aufbereitet bekomme. Stimmen die Botschaften nicht, bestrafen User die Community mit fehlenden Likes, Kommentaren oder geteilten Posts. Oder sogar mit entfolgen. Registriert das der Algorithmus, sinkt in der Folge die organische Reichweitenausspielung. So die Logik hinter dem Algorithmus. Eine schlechte organische Reichweite sollte also ein Alarmsignal sein. Ihre User interessiert der gepostete Content kaum oder gar nicht. Umdenken ist also angesagt.

Anti-Postings

Die Garantie für Nicht-Relevanz auf Social Media ist Reklame. Also der zu einem Post verkommene Verkaufsprospekt mit „Preisknaller-jetzt-kaufen!“ Attitüde. Kann man am Wochenende die Briefkästen mit verstopfen, aber bitte nicht den Feed der eigenen Social Media Seite. Die Versuchung, Verkaufsförderung auch auf Sozialen Netzwerken durchzubuchstabieren, ist in vielen Branchen immer noch groß. Wo Marketing nur noch aus Rabatten, Schnäppchen, Rotstift und 0% besteht, ganz besonders. Nur – funktioniert so nicht auf Instagram & Co. 

Eigentlich eine Binse: Auf Social Media redet man mit Freunden. Und welchen Freunden würde man bei einer zufälligen Begegnung gleich vorschlagen, dass sie einem etwas abkaufen sollen?

Fazit: Content sollte immer (für die Community) relevant sein, auf Augenhöhe und menschlich-partnerschaftlich-nah. Klar, nicht jedes Posting kann maximal relevant sein. Dennoch sollte ein klarer Bezug zum Unternehmen / Marke erkennbar sein.

Sollten Sie Fragen zu Trends, Social Media oder Ähnlichem haben, schreiben Sie uns einfach eine Mail – wir melden uns so schnell es geht!