

LinkedIn hat sich in den vergangenen Jahren von einer reinen Karriereplattform zu einem der zentralen Kanäle für Unternehmenskommunikation entwickelt. Ob Employer Branding, Social Recruiting, Social Selling oder B2B-Vertrieb: kaum ein Unternehmen kommt heute an LinkedIn vorbei. Mit dieser Entwicklung stellt sich jedoch zunehmend eine strategische Frage: Reicht es aus, LinkedIn ausschließlich über die Unternehmensseite zu bespielen, oder braucht es Corporate Influencer, um wirklich relevant zu sein?
In der Praxis zeigt sich, dass Unternehmensseiten organisch, d.h. ohne den Einsatz bezahlter Werbung, kaum Wirkung aufbauen. Der Grund dafür liegt im Wesen der Plattform selbst. LinkedIn will ein soziales Netzwerk sein, auch wenn es oft anders wahrgenommen wird. Menschen folgen Menschen, nicht Logos. Sie reagieren auf persönliche Einblicke, echte Erfahrungen und individuelle Perspektiven deutlich stärker als auf klassische Unternehmenskommunikation.
Unternehmensseiten erfüllen dabei eine wichtige Funktion. Sie bieten Orientierung, bündeln Inhalte, transportieren die Markenwerte und schaffen einen offiziellen Absender für Kampagnen und Informationen. Gleichzeitig stoßen sie organisch schnell an Grenzen. Reichweiten sind häufig begrenzt, Interaktionen bleiben überschaubar und viele Inhalte wirken austauschbar oder werblich. Das liegt nicht unbedingt an mangelnder Qualität, sondern an der Erwartungshaltung der Nutzerinnen und Nutzer. Wer auf LinkedIn unterwegs ist, möchte Einordnung, Haltung und Persönlichkeit erleben.
Genau hier kommen Corporate Influencer ins Spiel. Gemeint sind Mitarbeitende, Führungskräfte, C-Levels oder Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, die auf LinkedIn sichtbar über ihre Arbeit, ihre Themen und ihre Erfahrungen sprechen. Nicht als Sprachrohr der Marketing- oder HR-Abteilung oder der Unternehmenskommunikation, sondern als glaubwürdige Persönlichkeiten innerhalb eines Unternehmens. Richtig eingesetzt, schaffen Corporate Influencer Nähe, Vertrauen und Relevanz. Sie machen Unternehmenskultur sichtbar und geben Einblicke, die über Hochglanzkommunikation hinausgehen.
Gerade im Employer Branding zeigt sich der Effekt besonders deutlich. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber interessieren sich weniger für generische Versprechen als für echte Hintergründe. Wie wird geführt? Wie wird gearbeitet? Welche Werte werden tatsächlich gelebt? Antworten auf diese Fragen kommen am überzeugendsten von Menschen, nicht von Markenprofilen. Auch im B2B-Kontext spielen Corporate Influencer eine immer größere Rolle, weil sie Expertise greifbar machen und Beziehungen auf Augenhöhe ermöglichen.
Es gibt dennoch Situationen, in denen Unternehmen zunächst ohne Corporate Influencer agieren. In stark regulierten Branchen, in sehr frühen Phasen oder bei fehlenden internen Ressourcen kann eine fokussierte Unternehmensseiten-Strategie ein sinnvoller Einstieg sein. Langfristig bleibt sie jedoch selten ausreichend. Ohne den verstärkenden „Unterbau“ verschiedener persönliche Absender/Markenbotschafter aus dem Unternehmen fehlt der Gesamt-Kommunikation Tiefe, Nähe und Vertrauen. Inhalte bleiben korrekt, aber distanziert. Sichtbarkeit entsteht, aber keine echte Bindung.
Ein häufiger Vorbehalt gegenüber Corporate Influencern ist die Sorge vor Selbstdarstellung oder Kontrollverlust. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass erfolgreiche Corporate-Influencer-Programme genau das Gegenteil bewirken. Es geht nicht um Ego, sondern um Haltung. Nicht um Werbung, sondern um Einordnung. Nicht um perfekte Inszenierung, sondern um ehrliche Einblicke, Learnings und auch Herausforderungen. Diese Authentizität ist es, die Vertrauen schafft und gleichzeitig positiv auf die Unternehmensmarke abstrahlt.
Die wirkungsvollsten LinkedIn-Strategien setzen daher nicht auf ein Entweder-oder, sondern auf ein Zusammenspiel. Die Unternehmensseite gibt Struktur, Orientierung und Kampagnenfähigkeit. Corporate Influencer sorgen für Reichweite, Dialog und Persönlichkeit. Gemeinsam entsteht ein Kommunikationsökosystem, das deutlich mehr Wirkung entfaltet als jeder Kanal für sich allein.
Am Ende ist die Frage nicht, ob eine LinkedIn-Strategie ohne Corporate Influencer möglich ist. Die entscheidende Frage lautet, ob sie ihr volles Potenzial entfalten kann. In einer Zeit, in der Vertrauen, Authentizität und persönliche Marken immer wichtiger werden, sind Corporate Influencer kein zusätzlicher Baustein mehr, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor. Wer auf LinkedIn wirklich sichtbar sein will, sollte deshalb nicht nur über sein Unternehmen sprechen, sondern vor allem die Menschen im Unternehmen zu Wort kommen lassen.
Corporate Influencer sind heute einer der wirkungsvollsten Hebel für authentische Markenkommunikation, Employer Branding und nachhaltige Sichtbarkeit auf Social Media. Mitarbeitende werden zu glaubwürdigen Markenbotschafter:innen, die Vertrauen schaffen, Reichweite aufbauen und die Unternehmenskultur nach außen tragen. Entscheidend ist dabei eine klare Strategie, die sowohl individuelle Persönlichkeiten als auch Unternehmensziele berücksichtigt.
Als Corporate Influencer Agentur unterstützen wir Unternehmen dabei, Corporate-Influencer-Programme professionell aufzusetzen, weiterzuentwickeln und messbar erfolgreich zu machen – von der strategischen Konzeption über Trainings und Guidelines bis hin zur operativen Begleitung. Unser Ansatz verbindet Kommunikation, HR und Social Media zu einem ganzheitlichen System, das langfristig wirkt und echte Relevanz erzeugt.
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