

Social Media war lange der Ort, an dem Marken Aufmerksamkeit erzeugen wollten. Heute ist es der Ort, an dem Kaufentscheidungen entstehen. Nicht am Ende der Customer Journey, sondern mitten im Scrollen.
Social Commerce ist kein Trend, der „irgendwann relevant wird“. Er ist bereits Teil des Alltags. Vor allem für jüngere Zielgruppen, aber zunehmend auch für Unternehmen, die Social Media strategisch denken. Wer Social Media weiterhin ausschließlich als Branding- oder Reichweitenkanal betrachtet, übersieht eine der größten Verschiebungen im digitalen Kaufverhalten der letzten Jahre.
Laut Bitkom kaufen inzwischen 29 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland über soziale Netzwerke ein. Gemeint sind sowohl integrierte Shop-Funktionen wie TikTok Shop oder Facebook Marketplace als auch Weiterleitungen in externe Online-Shops. Noch spannender ist der Blick nach vorn: 15 Prozent der Social-Media-Einkäufer können sich vorstellen, künftig ausschließlich über soziale Netzwerke einzukaufen. In der jüngsten Zielgruppe ist es fast jede dritte Person (29 Prozent).
Der entscheidende Unterschied zwischen klassischem E-Commerce und Social Commerce liegt im Einstiegspunkt. Nutzerinnen und Nutzer starten nicht mit einer Produktsuche, sondern mit Content. Der Kaufimpuls entsteht beiläufig, ausgelöst durch ein Video, eine Story, einen Kommentar oder eine Empfehlung aus der Community.
Für Online-Shops bedeutet das:
Produkte werden über Short-Video-Formate, Creator Content, Live-Formate, Stories, Produkt-Tags oder Social Ads sichtbar. Eingebettet in Inhalte, die informieren, unterhalten oder inspirieren. Plattformen wie Instagram, TikTok, Pinterest oder Facebook bieten dafür zahlreiche Touchpoints: von Produktverlinkungen über Collections bis hin zu Live-Shopping-Formaten oder Direktweiterleitungen in den eigenen Online-Shop.
Doch Social Commerce funktioniert nicht nur für Produkte. Auch im Social Recruiting entstehen Entscheidungen längst im Feed. Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber entdecken Arbeitgeber über Reels, TikToks, Karussells oder Erfahrungsberichte von Mitarbeitenden, oft lange bevor sie aktiv nach einem Job suchen. Der „Kauf“ ist hier die Bewerbung, ausgelöst durch Identifikation, Relevanz und Vertrauen.
Social Commerce funktioniert auch im Kontext von Plattform-Communities
Auf Plattformen wie Meta, TikTok und LinkedIn entstehen Kauf- und Bewerbungsentscheidungen nicht im klassischen Shop-Umfeld, sondern innerhalb thematischer und sozialer Kontexte. Auf Instagram und TikTok bilden sich Communities rund um Interessen, Lebenswelten und Creator – gesteuert durch den Algorithmus, nicht durch Gruppenfunktionen. Produkte und Arbeitgeber werden hier im Alltag entdeckt: über Reels, Short Videos, Stories oder Kommentare, eingebettet in Inhalte, die informieren oder unterhalten. Auf LinkedIn entstehen vergleichbare Communities über Fachthemen, Branchen und persönliche Netzwerke, in denen Vertrauen durch regelmäßige Beiträge, Diskussionen und Einblicke wächst. Social Commerce wirkt in diesen Umfeldern besonders stark, weil Marken, Produkte und Arbeitgeber nicht als Werbung auftreten, sondern als relevanter Teil des jeweiligen Kontextes. Entscheidend ist nicht die Verkaufsbotschaft, sondern die Passung zum Thema, zur Plattform und zur Community.Hier zählt nicht der perfekte Werbespot, sondern die Passung zum Kontext. Produkte, Arbeitgeber und Marken funktionieren dann besonders gut, wenn sie sich wie ein natürlicher Teil der Unterhaltung oder des Austauschs anfühlen.
Social Commerce heißt deshalb: Nicht verkaufen anstatt Content – sondern verkaufen durch Content.
Social Commerce Marketing funktioniert am schnellsten und wirkungsvollsten über Paid Media. Laut Bitkom entdecken 42 Prozent der Social-Media-Einkäufer Produkte über Werbung in sozialen Netzwerken. Gleichzeitig wächst die Akzeptanz: 18 Prozent interessieren sich stärker für Social-Media-Werbung als für klassische Werbung, bei jungen Menschen sind es sogar 27 Prozent. Entscheidend ist dabei nicht die reine Sichtbarkeit, sondern die Qualität der Kampagnen. Gerade auf Meta und TikTok zeigen performanceorientierte Social-Commerce-Kampagnen für Online-Shops eine hohe Effizienz und können bei plattformgerechten Creatives, klarer Zielgruppenansprache und sauberem Tracking sehr gute ROAS erzielen.
In der Praxis wird Social Commerce häufig ergänzend zu Google-Kampagnen eingesetzt: Während Suchanzeigen bestehende Nachfrage abholen, erschließen Social Ads zusätzliche Zielgruppen, schaffen neue Kaufimpulse und helfen dabei, das volle Potenzial im Web auszuschöpfen. Paid Social wirkt so nicht als Konkurrenz, sondern als strategische Erweiterung klassischer Performance-Kanäle. Wie erfolgreich das aussehen kann, zeigt unser Meta-Ads-Case für einen Online-Shop, bei dem Social Commerce gezielt zur Umsatzsteigerung eingesetzt wurde:
https://www.agentur-alexanderplatz.de/cases/meta-ads-online-shop/
Influencer spielen im Social Commerce eine wichtige Rolle. Jedoch nicht nur als reine Reichweitenverstärker. Die Stärke von Influencern im Social Shopping: Sie liefern Einordnung, Nutzungskontext und soziale Bewährtheit. Produkte werden nicht erklärt, sondern im Alltag gezeigt, bewertet und eingeordnet. Influencer übernehmen damit eine Rolle, die klassische Werbung kaum leisten kann: sie reduzieren Unsicherheit, machen Produkte erlebbar und beschleunigen Kaufentscheidungen.
Entscheidend ist deshalb nicht die Followerzahl, sondern die Passung zum Thema, zur Community und zur Marke. Erfolgreiches Influencer-Marketing im Social Commerce setzt auf glaubwürdige Creator, klare Kennzeichnung, langfristige Kooperationen und eine enge Verzahnung mit Paid Media, um Inhalte effizient zu skalieren, ohne Vertrauen zu verlieren.
Die Herausforderung von Social Commerce liegt in der Strategie. Erfolgreicher Social Commerce braucht:
Konsumenten kaufen dort, wo sie sich verstanden fühlen. Social Media bietet dafür die Bühne. Aber nur, wenn Unternehmen bereit sind, mehr zu liefern als Produktbilder.
Social Commerce ist keine kurzfristige Mode. Er ist Ausdruck eines veränderten Konsumverhaltens. Kaufen wird sozialer, emotionaler und kontextabhängiger. Unternehmen, die Social Media als Verkaufsumfeld verstehen und dabei Relevanz in den Mittelpunkt stellen gewinnen Vertrauen und Umsatz.
Nicht der Shop entscheidet. Sondern der Moment im Feed.
Als Social Media Agentur aus Hamburg begleiten wir Unternehmen dabei, Social Commerce ganzheitlich zu denken: von der Content-Strategie über Paid Social bis hin zu Creator- und Influencer-Kampagnen. Immer mit dem Ziel, aus Aufmerksamkeit echte Kaufimpulse zu machen.
Jetzt unverbindlich beraten lassen: Schreib uns gern an info@alexanderplatz-hh.de
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