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27. Februar 2020

Facebook macht Spaß! Eine kleine Erfolgsgeschichte.

Kategorie: Social Media

Alle reden von Instagram. Instagram ist gerade auf dem besten Weg, Facebook als Nr. 1 Social Media Community abzulösen, sagen viele. Jetzt dann also nur noch Instagram und kein Facebook mehr in der Social Media Strategie? Mitnichten! Facebook bringt‘s. Ein Fallbeispiel aus eigenem Haus:

Jeder weiß: Die Wahl geeigneter Communities für Marke und Ziele hängt in erster Linie von der Zielgruppe ab. Und für eine der von uns betreuten Marken ist diese Zielgruppe ziemlich passgenau auf Facebook unterwegs: https://www.facebook.com/herforder

Ungewöhnlichkeit als Rezeptur

Wir betreuen die Facebookseite von Herforder im achten Jahr. Die komfortablen Social Media-Budgets großer TV-Biere gibt es für das westfälische Traditionsbier leider nicht. Dafür aber mehr Likes, Shares und Kommentare als auf manch einer anderen TV-Bier-Community mit 6-stelliger Fanzahl. Und diese Interaktionen schaffen wir meist organisch und daher ohne Werbebudget. Mancher mit dem Facebook-Algorithmus Vertraute reibt sich die Augen: Wie schafft man heutzutage mit gerade mal 31.000 Fans noch organische Reichweiten von weit über 50 Prozent sowie bis zu 1.200 Likes pro Beitrag?

Die Antwort: durch hohe Eigenständigkeit. Durch kreativen Verzicht auf prostende Männer-Bierseligkeit oder das beliebige Marketingallerlei, das viele Brauer ungefiltert in ihren Facebook-Feed kippen. Und durch langfristigen und konsequenten Aufbau einer regionalen Love-Brand. „Auffallen statt verwechselbar sein“ sagte der Marketingchef von Herforder mal zu unserer Posting-Rezeptur. Und der Community durch schräg-unernste Postings buchstäblich durch die (Bier-)Blume zu sagen: Eine westfälische Traditionsmarke wie Herforder kann auch anders: Sich selbst mal auf die Schippe nehmen, originell, kreativ und für ein Bier ungewöhnlich sein. Eines soll die Kreativ-Strategie daher nie sein: Me-Too und langweilig.

Kreation als Rezeptur

Was uns besonders anspornt: Als Social Media Agentur haben wie alle erdenkliche kreative Freiheit. Korrigiert im Redaktionsplan wird nur, was der Jurist vielleicht nicht ganz so lustig finden könnte. Ansonsten gilt die Devise: Erlaubt ist, was Spaß macht, ungewöhnlich ist, in der Community Beschäftigung mit der Marke und damit Interaktion bringt. Die mit dem Content Interagieren sind keine Großstadt-Hipster, sondern der überwiegend männliche Durchschnitts-Biertrinker zwischen Mitte 20 bis Ende 50 mit regionalem Schwerpunkt im Vertriebsgebiet. So gesehen auch von der Marketingstrategie her alles richtig gemacht, Facebook sei Dank. Wir werden in 2020 dann zusätzlich mit Instagram starten. Liebe Herforders: wir freuen uns auf den Startschuss!

Die Macher?

Und was sagt das Agentur-Team? Eine unserer kleinsten Communities ist auch eine der beliebtesten bei den Kollegen, am liebsten würden alle hier mitarbeiten: „Weil die Community einfach super ist und weil es toll ist zu sehen, dass die eigene Arbeit gut ankommt“, sagt Duc, einer der Grafiker. „Weil wir da mal zeigen können, was kreativ so alles geht“, meint Alexander. „Weil sich der Kunde mal was traut“, sagt Hendrik als Arter: „Und das als westfälische Traditionsbrauerei“ Auf den Punkt gebracht: Weil die Arbeit mit Marke und Kunde einfach Spaß bringt. Und wir die Vorzüge von Facebook wie konsequentes Storytelling voll nutzen können. Und genau das wird von der Community auch zurück gespielt.

Fünf Learnings für eine erfolgreiche Social Media Strategie

  1. Social Media heißt nicht, die bestehende Marketing- und/oder Werbestrategie in digitalen Kanälen spiegeln zu müssen. Sondern kann auch die konsequente Fokussierung eines spitzen Themas bzw. einer für die Community relevanten kreativen Umsetzung bedeuten.
  2. Die Chance zur Marken-Profilierung im Wettbewerb liegt im Unerwarteten und Außergewöhnlichen. Für ein Bier sind Trinkszenen, Herkunft, Rohstoffe oder Geselligkeit naheliegende Contentwelten. Die sind sicher nicht falsch, aber eben doch erwartbar und oft gesehen. Selbst wenn das Markenlogo auf den Bildern steht.
  3. Facebook ist und bleibt für viele Zielgruppen und Ziele nach wie vor eine relevante Community.
  4. Mut und Vertrauen sind zwei unverzichtbare Essenzen in der Zusammenarbeit zwischen Kunde und Agentur.
  5. Konsequentes Storytelling mit kreativen Freiräumen schafft meist deutlich mehr KPI-Erfolg als akribische Feinstabstimmung von Postingtexten und Bildausschnitten. Und diese Erfahrung gilt nicht nur für Herforder.

Fragen? Fragen: wa.malter@alexanderplatz-hh.de

Schöne Grüße

Über Alexander Malter:
Studierter Soziologe, langjähriger Werber und seit vielen Jahren in allen Disziplinen des (Digitalen) Marketing unterwegs, heute Dozent, Keynoter und GF von Alexanderplatz Hamburg.