StartseiteSocial Media NewsWas sind die Social Media Trends in 2024? (TEIL 2)

Was sind die Social Media Trends in 2024? (TEIL 2)

In Teil 1 hatten wir „Soziale Verantwortung“, „Emotionen und Storytelling“, „Natürlichkeit und Authentizität“, „LinkedIn als neues Facebook?“ und „Social Media und KI“ angesprochen.

Heute geht es weiter mit zusätzlichen Trends, die für euer Social Media Marketing von Bedeutung sind.

Trend 6: User Generated Content (UGC)

Hier werden User anstelle des Unternehmens aktiv, indem sie selbst Content wie Postings und Kommentare, aber auch Bilder und Videos mit Bezug zu einer Marke oder einem Unternehmen erstellen. UGC steht damit im Gegensatz zu Influencer Marketing, bei dem Creators als bezahlte Personen-Medien Werbung für ein Unternehmen posten. Was sind die Vorteile von UGC?

UGC ist oft glaubwürdiger als Content, der von der Marke selbst oder einem Influencer erstellt wird. In der mit Werbung und Anzeigen überfrachteten (Social Media) Welt mit Hochglanz-Fotos und -Videos erscheint der positive Kommentar oder das Foto eines zufriedenen Kunden mit dem Produkt als das glaubwürdigere Statement. Weil von einem anderen Menschen, der dafür augenscheinlich nicht bezahlt wird.

Und wie promotet man UGC? Erstens sollte man selbst glaubwürdiges Storytelling betreiben und nicht vordergründige Werbung posten. Zweitens sollte man die Community motivieren, Bilder, Videos oder Kommentare zu posten oder zu teilen. Das kann durch eine einfache Aufforderung geschehen oder kann durch ein Gewinnspiel oder eine andere Belohnung incentiviert werden.

UGC ist daher eine Art Anti-Werbung-Werbung und gewinnt im immer mehr mit Anzeigen durchsetzten Feed von Instagram, TikTok, YouTube und anderen Communities weiter an Bedeutung.

Trend 7: Corporate Influencer

Influencer Marketing ist nichts Neues. Wenn aber die Influencer Mitarbeitende des eigenen Unternehmens mit eigenen Social Media Profilen sind, hat das eine andere Qualität. Sie berichten, vor allem auf LinkedIn, über ihren persönlichen Berufsalltag und geben Einblicke ins Unternehmen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Beiträge von Corporate Influencern aus dem eigenen Unternehmen wirken glaubwürdiger und authentischer als wenn das Unternehmen selbst oder ein externer Influencer spricht. Der Content findet dann nicht auf der eigenen Unternehmensseite statt, sondern auf der LinkedIn Seite des Mitarbeitenden. Das Unternehmen kann diesen Content dann aber teilen. Vor allem dann, wenn der Content des Mitarbeitenden auch wertvoll genug ist fürs eigene Employer Branding.

Beliebt ist diese Vorgehensweise vor allem bei größeren Unternehmen und da mit Schwerpunkt auf die Führungsebene. Der Lebensmittelhändler REWE machts vor: Die Führungskräfte posten selbst und das Unternehmen bildet mittlerweile sogar eigene Mitarbeitende zu Corporate Influencer Profis weiter.

Trend 8: Social Media als Suchmaschine (Social SEO)

 Immer mehr vor allem Jüngere nutzen Social Media als Suchmaschine, allen voran TikTok und Instagram. Dabei werden vom Algorithmus der Plattform nicht nur Hashtags durchsucht, sondern auch Postingtexte und Beiträge in Gruppen oder anderen sozialen Plattformen. Die Communities werden daher immer wichtiger für das eigene SEO. Dass Google dabei an Bedeutung verliert, liegt auf der Hand. Die Intensiv-Nutzung von Instagram und TikTok auf Smartphones spielt dabei auch eine wichtige Rolle: User möchten die App nicht mehr extra verlassen müssen, um ein Produkt zu suchen. So werden mittlerweile Flüge, Mietwagen, Hotels, aber auch Produkte des täglichen Bedarfs über die Apps gesucht.

Das Seeding eigener Inhalte über Social Media erhält mit „Social SEO“ zusätzliche Relevanz. Konkret heißt das vor allem: Postingtexte und Hashtags sollten auch unter dem Aspekt von Social SEO formuliert werden.

Trend 9: Pinterest

Unser „Hidden Champion“. Bisher hat Pinterest hinter Insta, Facebook und TikTok eher im Schatten gestanden. Mittlerweile entdecken immer mehr Unternehmen die Vorzüge der „zweitgrößten Suchmaschine der Welt“. Pinterest sieht sich selbst nicht als soziales Netzwerk, sondern als Such- und Inspirationsmaschine und hat sich als relevante Option im Social Media Mix entwickelt.

Pinterest war schon immer eine visuell ausgerichtete Plattform, bei der attraktive Fotos und Videos eine zentrale Rolle spielen. Das passt ohnehin in den Trend zu mehr visuellem Content. Gewachsen mit Themen DIY, Fashion, Home and Garden und Kochrezepte spielen mittlerweile auch technische Themen, Nachhaltigkeit oder Gesunderhaltung eine wichtige Rolle.

Auch die User sind interessant für viele Unternehmen: Pinterest Nutzer sind überwiegend weiblich, gut gebildet und verfügen über ein überdurchschnittliches Haushalts-Netto.

Online Shops wissen Pinterest schon länger zu schätzen: Produkte können in den Pins direkt verlinkt und beworben werden. À propos Werbung: Pinterest bietet immer noch reichlich „Value-For-Money“, die CPMs und CPCs sind laut Pinterest-Insights häufig attraktiver als auf anderen Plattformen.

Trend 10: Kundenservice auf Social Media

Eigentlich ein eher bekannter Hut, der aber durch die zunehmende Nutzung von Social Media für Kundenanfragen an Relevanz gewonnen hat. Über zeitnahes und proaktives Community Management hatten wir bereits berichtet. Damit können Anfragen und Kommentare vom Community Manager beantwortet und im negativen Fall sogar verborgen oder gelöscht werden. Zusätzliche Relevanz hat das Thema Kundenservice durch den Einsatz von Chat-Bots gewonnen. Bei Traditionalisten eher unbeliebt, werden Bots aber aufgrund ihrer Verfügbarkeit 24/7, der Schnelligkeit ihrer Reaktionen und dem gebotenen Einsparungspotential beim Personaleinsatz ihren Siegeszug weiter fortsetzen. Wer sich keine Chat-Bots leisten kann oder will und/oder keine hohe Anzahl von Kundenanfragen hat, ist aber auch weiterhin mit professionellem Community Management, etwa durch seine Social Media Agentur, gut bedient.

Fazit:

Es gibt manche Trend-„Dauerbrenner“ wie Videos oder TikTok, die schon öfter hier behandelt wurden und deren Sinnhaftigkeit nicht weiter diskutiert werden muss.

Aber es gibt durchaus auch neue und spannende Trends. Die Themen Pinterest, Kundenservice und Social SEO gehören dabei zu unseren persönlichen Top-Favoriten, weil sie auch für viele Unternehmen sinnvoll einsetzbar und wirtschaftlich umsetzbar sind.

Fragen? Anregungen? Jederzeit gern: 040-82244660.